Tom Sundermann berichtet über den NSU-Prozess

24.05.2017

 

Liebe Freunde und Mitglieder,

 

am 08.05.2017 war Tom Sundermann zur Besuch bei der Hochschulgruppe für Außen- und Sicherheitspolitik der Universität Mannheim. Zum Thema " Der NSU- Kollaps der Sicherheitsbehörden? Erkenntnisse aus 4 Jahren Gerichtsprozess" sprach der freie Journalist, welcher unter Anderem für -ZEIT-Online- schreibt vor rund 75 interessierten Zuhörern.

 

Tom Sundermann begann seine Ausführungen mit einer kurzen Übersicht der Ereignisse, Morde und Herangehensweisen der Protagonisten. Den Zuhörern wurde somit ermöglicht, sich einen grobes Bild über den Nationalsozilistischen Untergrund zu verschaffen. Erst nach einer wiederholten Anzahl von Morden und ähnlichen Mustern wurden die Behörden auf ein mögliches rechtsextremistisches Motiv aufmerksam. Es wurde verdeutlicht, dass die Sicherheitsbehörden während der anfänglichen Mordserie stark auf Vorurteile fokussiert waren und organisierte Kriminalität von Ausländern als wahrscheinlich erachteten. Die vielen Indizien und Hinweise, welche auf das rechte Milieu deuteten wurde nicht intensiver untersucht. Die Aufarbeitung der Morde beschäftige eine große Anzahl unterschiedlicher Behörden auf Länder- und Bundesebene. Fehlende Kooperation der Ermittlungsbehörden lies die Beamten lange um Dunkeln tappen. Diese und weitere Fehler der Behörden führten zu einer der heute noch mysteriösesten Mordserien der Bundesrepublik.

 

Wir möchten uns hiermit nochmals recht herzlich bei Tom Sundermann für seinen rund 120 minütigen Auftritt und allen Teilnehmern des Vortrags bedanken und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

Der Vizeprsident der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. (GSP e.V) war zu Gast!

11.04.2017

Am vergangenen Donnerstag durften wir den Vizepräsidenten der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. (GSP e.V.) begrüßen. Heinz Neubauer (Oberst d. Reserve) referierte zum Thema "Gesellschaftliche Resilienz in Zeiten hybrider Bedrohungen" am Beispiel Estlands und vermittelte dabei einen detaillierten Einblick in die gesellschaftlichen Strukturen der baltischen Staaten.

Der Referent verwies auf die potentiellen Gefahren für Estland durch den scheinbar vermehrten Einsatz "hybrider Kriegsmethoden" auf Seiten Russlands. Die interessierte und aufmerksame Zuhörerschaft konnte sich somit ein Bild über die vorherrschende Situation im Baltikum machen. Bemerkbar macht sich die Einflussnahme der ehemaligen Sowjetunion besonders durch Social Media, Fernsehen und Desinformationskampagnen, so Heinz Neubauer. Während der letzten Jahre besuchte Heinz Neubauer mehrmals das estnischen Militär und konnte in diesem Zusammenhang auch die Arbeit der Bundeswehr in Estland erläutern. Damit die Gefahren gebannt und ein friedliches Zusammenleben in der Region stattfinden kann, muss man sich mit der vorherrschenden Situation auseinandersetzen und dem entgegenwirken.

Wir möchten uns hiermit nochmals recht herzlich bei Heinz Neubauer und allen Teilnehmern des Vortrags bedanken und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen. Die Hochschulgruppe für Außen- und Sicherheitspolitik der Universität Mannheim trifft sich nächstes Mal am 27.04 wieder zu unserem wöchentlichen Treffen um 19 Uhr im EO259. Bis dahin alles Gute und erholsame Osterferien.

Claus Preißler referiert bei der Hochschulgruppe der Universität Mannheim

03.04.2017

 

Am vergangenen Dienstag war Claus Preißler zu Gast bei der Hochschulgruppe für Außen- und Sicherheitspolitik der Universität Mannheim. Der seit 2005 Beauftragte für Integration und Migration der Stadt Mannheim referierte zum Thema "Zusammenleben in der Einwanderungsstadt - Kommunale Integrationspolitik am Beispiel Mannheim".

 

Anhand  interessanter Inhalte und Zahlen rollte Claus Preißler die Integrationsgeschichte der Stadt Mannheim auf. Er erläuterte die Vielfältigkeit der Stadt und brachte den Zuhörern Projekte der Integrationsarbeit näher. Der Referent verwies auf Chancen aber auch auf Gefahren die sich aufgrund des hohen Bevölkerungsanteil der Personen mit Migrationshintergrund in der Stadt ergeben. Die türkische Gemeinde, die mit knapp 30.000 Leuten die größte Gruppe mit ausländischen Wurzeln in Mannheim darstellt, wurde aufgrund des innertürkischen Konfliktes genauer beleuchtet genauso wie die Wanderarbeiter aus Osteuropa thematisiert wurden. Es wurde ersichtlich, dass die Stadt viel Arbeit leistet, damit die vielen Kulturen in Mannheim friedlich zusammenleben. Austausch und Verständigung spielen dabei eine große Rolle. Alles in allem war es ein sehr spannender, informativer und lehrreicher Vortrag. Wir möchten uns hiermit nochmals Recht herzlich bei Claus Preißler und allen Teilnehmern des Vortrags bedanken und hoffen auf ein baldiges Wiedersehen.

Sitzung vom 09.03.2017

 

13.03.2017

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessierte!

Am vergangenen Donnerstag diskutierten wir über das Phänomen des Rechtspopulismus´. Nach einer tiefgehenden weltanschaulichen Analyse der (moralischen) Spaltung der westlichen Gesellschaft, die zu dem Aufstieg des Populismus beitrug, wurde über diese Thematik kontrovers diskutiert. Ein scheinbarer Linksruck an den Universitäten weltweit wurde ebenfalls dargelegt, wessen Entwicklung in diesem Zusammenhang auch an der Universität Mannheim analysiert wurde.

Diesen Donnerstag den 16.03.2017 treffen wir uns wieder 19 Uhr im EO 259 zum Thema: "Die Sicherheitspolitische Ausrichtung der EU". Bereits Mitte der 1950er Jahre gab es erste Versuche einer Europäischen Verteidigungsgemeinschaft, doch erst in den 1990er Jahren wurde diese Bestrebungen zu einer Gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik (GASP) sowie einer Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik (ESVP) weiterentwickelt. Was sind Gründe und Ziele einer solchen Zusammenarbeit? Welche Schwierigkeiten und Probleme können sich ergeben?

Das und mehr wollen wir am Donnerstag mit euch diskutieren. Wir freuen uns auf euch.

Nicht vergessen! Am Dienstag den 28.03.2017 findet um 19 Uhr im O148 (MVV-Hörsaal) ein Vortrag zum Thema "Zusammenleben in der Einwanderungsstadt - Kommunale Integrationspolitik am Beispiel Mannheim" von Herrn Claus Preißler (Stadt Mannheim) statt.

Sitzung vom 23.02.2017

27.02.2017

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessierte!

Bei unserer Sitzung am vergangenen Donnerstag stand das außenpolitische Thema schlechthin auf der Agenda: Die Beziehung zwischen dem Westen und der Russischen Föderation. Ferner wurde darüber diskutiert, welche Fehler nach dem Zerfall der UdSSR auf Seiten Russlands und des Westens gemacht wurden. Schnell kristallisierten sich die verschiedenen Positionen heraus und es kam zu einer angeregten Diskussion, in welcher potentielles Fehlverhalten beider Seiten thematisiert wurde. Zudem wurde über die Zukunft der Beziehungen zwischen den beiden "Rivalen" und über eine mögliche Annäherung dieser gesprochen.

 

Thema am 02.03.2017: Die neue Ausrichtung der Bundeswehr

 

Am 24.01.2017 präsentierte der Wehrbeauftragte des deutschen Bundestages den Wehrbericht 2016 der deutschen Öffentlichkeit. Welchen Eindruck, welche Erkenntnisse gewann der Wehrbeauftragte in dem Vergangenen Jahr von der Trendwende bei der deutschen Bundeswehr? Spätestens seit der Veröffentlichung des Weißbuches 2016 ist klar, dass die deutsche Sicherheitspolitik eine aktivere Rolle der deutschen Bundeswehr auf internationalerer Ebene anstrebt. Doch dazu müssen Ausrüstungsmängel sowie personelle Defizite behoben werden.

 

Treffpunkt ist um 19 Uhr im EO 259. Kommt vorbei und diskutiert mit uns. Wir freuen uns auf euch!

 

Vormerken: Am 28.03.2017 findet im O148 (MVV-Hörsaal) um 19 Uhr ein Vortrag von Claus Preißler (Stadt Mannheim) zum Thema "Zusammenleben in einer Einwanderungsstadt - Kommunale Integrationspolitik am Beispiel Mannheim" statt. Weiter Informationen folgen.

Kick-Off Veranstaltung vom 16.02.2017

19.02.2017

 

Liebe Mitglieder, Freunde und Interessierte!

Am vergangenen Donnerstag trafen wir uns zur ersten Sitzung im neuen Semester. Nach einer kurzen Begrüßung und Eröffnungsrede zum organisatorischem Ablauf des Semesters, folgte der inhaltliche Teil des Abends. Dabei diskutierten wir über den omnipräsenten Trump und seine Außenpolitik. Das große Interesse zur Thematik, mündete in florierenden Diskussionen der zahlreich anwesenden Teilnehmer.

Man konnte sich dabei schnell darauf einigen, dass die Außenpolitik der trumpschen Administration planlos und unvorhersehbar scheint, was wohl auch auf die Besetzung des Kabinetts zurückzuführen ist, welches aus Leuten mit teilweise vollkommen unterschiedlichen Meinungen und politischen Vorstellungen besteht. Für die Zukunft scheint es entscheidend zu sein, welche Fraktion sich im besagten Kabinett durchsetzt und somit die amerikanische Außenpolitik gestaltet. Eine große unbekannte Variable der Außenpolitik Trumps ist die Beziehung zu Russland, die unter Obama scheinbar einen neuen Tiefpunkt erreicht hat.

Wir treffen uns nächsten Donnerstag, um über die potentiell verpassten Chancen einer gegenseitigen Annäherung zwischen dem Westen und dem Nachfolgestaat der Sowjetunion zu debattieren.

Treffpunkt ist um 19 Uhr im EO 259. Kommt vorbei und diskutiert mit uns.